Samstag, 31. Oktober 2009

Von wegen Herbstdepression...


Ich mag den Herbst, mit all seinen Ecken und Kanten!


Seit etwa einer Woche zeigt er sich aber auch von seiner schönsten Seite - milde Temperaturen, kein Wind und eine überwältigende Farbpracht. Von Tag zu Tag wird es draußen bunter. Die Herbstfärbung erscheint mir dieses Jahr besonders prächtig, man hat das Gefühl, Bäume und Sträucher liefern sich einen Wettstreit um das schönste Laub.


Was ich am Herbst auch noch besonders mag, ist, dass er meinem ständigen Drang im Garten werkeln zu müssen einen natürlichen Riegel vorschiebt. Jetzt habe ich wieder mehr Zeit für andere schöne Dinge wie Aquarelle malen, Stricken, einfach mal faul rumhängen und, da mich Mrs. Mauritios Frauchen mit dem Seifenvirus infiziert hat, neuerdings auch Seife sieden.


Nach dem extrem trockenen September, den frühen Frostnächten und dem darauf folgenden Sturm habe ich gedacht, na, das gibt dieses Jahr wohl nichts mehr mit schön gefärbtem Laub, weil vorher alle Blätter entweder vertrocknet, erfroren oder vom Sturm abgerissen sein werden. Aber nun ist sie, wenn auch etwas verspätet, da


die herbstliche Farbpracht



In unserem Garten finden sich bei näherer Betrachtung die unterschiedlichsten Blattfärbungen und -formen.



Besonders spektakulär gefärbt ist der Kaukasische Storchschnabel, man muss aber schon etwas genauer hinschauen:





Auch das Chinaschilf hat sein schönstes Herbstkleid angelegt.



Am allerschönsten ist aber das rotgefärbte Laub von Eberesche und Weißbuntem Hartriegel:



Zusammen mit den verschiedenen Herbstfrüchten ergibt sich eine wunderschöne bunte herbstliche Farbvielfalt:




Da ich keine "aufgeräumten" Gärten mag, lasse ich die verblühten Stauden den Winter über stehen und schneide sie erst im Frühjahr runter. Viele Samenstände, wie z.B. die von Rudbeckien, Sonnenhut und Herbstanemonen, haben auch im Herbst und Winter noch einen gewissen Reiz und bieten dem ein oder anderen Insekt Unterschlupf - sehr zur Freude der Vögel!



Die Sonnenblumen wurden bereits größtenteils von den Distelfinken und Meisen geplündert:



Der Oktober hat sich bisher aber nicht immer von seiner milden Seite gezeigt. Zum Schluss daher noch eine eher winterlich anmutende Collage mit Fotos, die ich morgens nach der ersten Frostnacht gemacht habe (danach waren die Dahlien leider hin)



Verabschieden möchte ich mich für dieses Mal mit einem zur Jahreszeit passenden Gedicht von Theodor Fontane:

Spätherbst

Schon mischt sich Rot in der Blätter Grün,
Reseden und Astern im Verblühn,
Die Trauben geschnitten, der Hafer gemäht,
Der Herbst ist da, das Jahr wird spät.

Und doch (ob Herbst auch) die Sonne glüht –
Weg drum mit der Schwermut aus deinem Gemüt!
Banne die Sorge, genieße, was frommt,
Eh Stille, Schnee und Winter kommt.


Herbstliche Grüße vom Maifeld!


Demnächst werde ich übrigens aus meinem Seifenlabor berichten und meine Erstlingswerke in Sachen Seife präsentieren. Vorher wird aber noch ein wenig weiter experimentiert....;)

Sonntag, 20. September 2009

Das war der Sommer

Kleine Einblicke in die Gartensaison 2009:

Eine absolute Bereicherung waren im Frühsommer die vielen Fingerhüte.

(Bilder zum Vergrößern bitte anklicken)

Schöne Momente, wenn verloren geglaubte Pflanzen plötzlich an anderer Stelle wieder auftauchen. Hier die Akelei "Nora Barlow".



Kleiner Überlebenskünstler:


Meine in diesem Jahr erstandenen Trödelschätze:



Eingefangene Augenblicke:



Wenn die Rosen im Sommer eine Pause einlegen, starten die Dahlien durch, die ich vor allem deshalb so sehr mag, weil sie wie Magnete Schmetterlinge, Schwebfliegen, Bienen und Hummeln anziehen und ihnen bis zum ersten Frost Nahrung bieten.





Katzen-Sommer 2009:





Himmelsphänomene...

Da wir praktisch direkt am Feld mit uneingeschränktem Ausblick wohnen, bekommen wir regelmäßig gigantische Sonnenuntergänge und Himmelsstimmungen geboten.



Blüten "querbeet":







Erntezeit!

Eine kleine Kostprobe unserer diesjährigen Ernte. Unser 3 Jahre alter Apfelbaum hat uns insgesamt 14! leckere rotbackige Äpfel geschenkt.



Weil sie einfach zu schön sind... zum Schluss noch ein paar Schmetterlingsbilder.



Schwalbenschwanz und Biene wetteifern um die besten Blüten am Oregano.






Adieu Sommer!

Samstag, 5. September 2009

Septemberstimmung

Der September bringt ein besonders stimmungsvolles Licht und schöne Farben hervor. Ich liebe die Kombination aus den kräftigen, warmen Gelbtönen von Rudbeckien, Sonnenblumen und Goldrute, den Rot- und Rosatönen der Fetthennen und dem verwaschenen Rosa des roten Sonnenhuts.




Dienstag, 1. September 2009

Ein neuer Sitzplatz

Endlich ist unser neuer Sitzplatz fertig,


der von Lillifee und Joshi natürlich sofort begutachtet und getestet wurde.



Habe dazu die "alte" Bank aus dem Schattenbeet genommen und weiß lasiert. Die Fugen zwischen den Platten haben wir mittlerweile mit Splitt aufgefüllt. Links und rechts von der Bank werde ich noch zwei Gallica-Rosen setzen.

Im Schattenbeet sieht es übrigens jetzt so aus:

Sonntag, 21. Juni 2009

Der Rundgang geht weiter

Ich bin in letzter Zeit fleißig mit der Kamera im Garten herumgehüpft, damit ich den Gartenrundgang mit ein paar aktuellen Aufnahmen fortsetzen kann.




Anknüpfen möchte ich dort, wo ich zuletzt aufgehört habe. Es geht also weiter um die Ecke wieder zurück auf die Terrasse. (Habe an diesem Tag lieben Rosenschnupper-Besuch erwartet, deshalb ist der Tisch so fein gedeckt.) :)



Nun, da der Sommerflieder weg ist, haben wir freien Blick auf den Garten dahinter. Wir haben jetzt übrigens beschlossen, doch keinen neuen Strauch dorthin zu pflanzen, sondern nur hohe Stauden. So können wir unseren Garten auch vom Wohnzimmer aus besser überblicken. Natürlich erzeugt so ein Strauch mehr Spannung, da er verbirgt, was sich dahinter befindet, aber er engt auch irgendwie ein.

Weiter geht es über die Terrasse




zum Eingang auf den Rasen:



Vorher aber noch ein kurzer Blick nach rechts über die Terrasse:



Auf dem Rasen angekommen ein Blick nach links



und ein kurzer Blick zurück über das bereits einem Urwald ähnelnden Staudenbeet (auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole - stünde der Sommerflieder noch hier, wäre das Bild so nicht möglich).



Ein paar Blicke nach rechts auf den neuen Weg, das neue Stauden-/Dahlienbeet (links) und den jetzt in Friesenblau erstrahlenden Stuhl.




Gehen wir nun weiter über den Rasen zum Rosen-/Gemüsegarten und stöbern dort etwas herum.

Kletterrose Ilse Krohn


Ferdinand Pichard und Geoff Hamilton


Winchester Cathedral (links) und die leider vom üppig wachsenden Mutterkraut völlig verdeckte Nostalgie



In der Mitte steht ein schwarzes Johannisbeerhochstämmchen (bitte das verwelkte Gestrüpp links unten ignorieren).


Augusta Luise



In den beiden Gemüsebeeten wachsen Salat, Wachsbohnen, Kräuter, Radieschen, Rukola, Mangold, Knoblauch


und natürlich Tomaten


Ach, ich freue mich schon auf die Tomaten! Wir haben dieses Jahr neun Pflanzen. Ich ziehe die Pflanzen selbst vor und verwende nur bewährte resistente, alte und zum Teil wilde Sorten. Dieses Jahr sind es Rote Zora, Celsior, Gelbe Cerise, Golden Currant, Matina und eine namenlose Wilde.

Zum Schluss noch die versprochenen aktuelleren Bilder unseres Schatten- und Halbschattenbeets auf der Nordseite.

Wolken von Frauenmantel und ein Meer aus Glockenblumen, die sich scheinbar auch im Schatten wohlfühlen. Der Rasenmäher wird jetzt halt kurzerhand darüber getragen.




Rasch noch ein Blick die Treppe zur Terrasse hinauf



zur Rose de Resht.



Damit wären wir am Ende des Rundgangs angelangt. Zum Schluss möchte ich Euch aber noch einen kleinen Blick auf unseren verwunschenen und überaus praktischen Weg an der rechten Grundstücksgrenze gewähren. Vorbei an Ghislaine de Féligonde,



Jostabeere und Colette